Von der Größe der Kleinen

Als Thomas von Celano, der den heiligen Franz von Assisi noch persönlich gekannt hatte, gefragt wurde, wie er eigentlich ausgesehen habe, dieser Franziskus, besann er sich und sagte:
Von der Sohle bis zum Scheitel war der Franz eher klein, aber vom Scheitel an aufwärts war er groß.

Nichts steht einer kleinen Partei im Wege, auf solche Weise groß zu sein. Es ist dies die einzige Form der Größe, die ein Land wirklich groß macht: die geistige Größe.

Die Geschichte lehrt uns zwei Dinge mit Sicherheit.
Erstens, daß wir aus der Geschichte nichts lernen (sonst wäre es schon längst besser in der Welt). Zweitens, daß es in schwierigen Zeiten immer gottesfürchtige Minoritäten gewesen sind, die zukunftsweisend waren (und nicht die große Masse).

Die Größe der Kleinen besteht im größten Mut, zu dem der Mensch fähig ist: der Mut zur Demut.
Wo dieser Mut fehlt, siegt bald ein kleinerer Mut: der Hochmut.
Demut heißt Gottesfurcht und keine Menschenfurcht; Hochmut hat keine Gottesfurcht, jedoch Menschenfurcht um der Karriere willen.
Gottesfurcht ist der Anfang aller Weisheit, sagt ein altes Sprichwort.
Und Menschenfurcht ist der Anfang aller Dummheit, sagte der Erzbischof vonFulda, Johannes Dyba…Romano Guardini sah die heutige Situation voraus:
Europa wird christlich sein – oder es wird nicht sein.
Es ist mein Glaube, daß Europa dank der gottesfürchtigen Minoritäten sein wird.

(Beitrag von Prof. Max Thürkauf)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.