Wie war das möglich?

Diese Frage stellte Bischof Andreas Laun (Salzburg) 2006, als er eine Einladung zur Eröffnung einer Euthanasie-Ausstellung im Land Salzburg erhielt.
„Kath.net“ hat damals den Beitrag veröffentlicht und als Quelle das „Rubertusblatt“ genannt.

Wir heben keinen Zweifel ... Bischof Laun war ein geradliniger Lebensrechtler und Bischof, der sich für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder besonders einsetzte.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben … auch ein Behinderter ,,, und ganz bestimmt auch ein behindertes Kind im Mutterleib!

Der Kommentar des Bischofs:

Wie war das möglich?

Die Nazis haben Behinderte eingesammelt und vergast.

Wir fahnden mit aller wisenschaftlichen Akribie nach den behinderten Kindern im Mutterleib, um sie „rechtzeitig“ zu töten – Ein Kommentar vom Salzburger Weihbischof Andreas Laun.
Salzburg (www.kath.net)


In meiner Post fand ich die Einladung zur Eröffnung einer Euthanasie-Ausstellung
im Land Salzburg. Dabei geht es um die Haltung der Ärzte in der NS-Zeit und um die Vernichtung
dessen, was die Nazis „Iebensunwertes Leben“ nannten. Man will, so heißt es, sich der
Vergangenheit bewusst sein, um es heute und morgen besser zu machen.
Prominente Namen stehen auf der Rednerliste und man weiß, was bei solchen Anlässen gesagt wird:
Wie konnte das geschehen…?
Niemals wieder!

Soweit, so gut.
Dennoch muss ich gestehen: Ich freue mich und zugleich bin ich entsetzt über
den inneren Widerspruch:
Ja, die Nazi haben Behinderte eingesammelt und vergast. Richtig, und das tun wir nicht, im Gegenteil, wir bauen „behindertengerechte“ Häuser und organisieren sportliche Veranstaltungen für die Betroffenen.
Aber gleichzeitig fahnden wir mit aller wissenschaftlichen Akribie nach den behinderten Kindern
im Mutterleib, um sie „rechtzeitig“ zu töten, und unsere Gerichte verurteilen Ärzte, wenn Sie ein
solches Kind „übersehen“, das man doch hätte abtreiben „müssen“.
Auf der Liste der Ausstellungs-Gäste sehe ich auch Leute, die sich über die Nazis empören, gleichzeitig aber Lebensschützer bekämpfen, weil Sie gegen die Tötung von allen Kindern, gesunden und
kranken, protestieren.

Ich sage ihnen voraus: In nicht allzu ferner Zukunft wird man mit Abscheu reden über das, was
wir heute tun und geschehen lassen. Im Wahlkampf wagte ein einziger Politiker gegen die
Abtreibung zu reden, und ausgerechnet eine hohe ÖVP-Politikerin verteidigte besonders heftig
die FristenlöSung. Wenn auch unsere Zeit einmal „Vergangenheit“ sein wird, wird man sich
wieder ihrer „bewusst“ werden wollen und wieder wird man fragen:
„Wie war das möglich?“
Ja wie denn?
(Quelle: Rupertusblatt)







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